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Unsere aktuellen Projekte

Urban Art - Veranstaltungsreihe für junge Leute

"Urban Art" ist eine Veranstaltungsreihe für junge Leute, die nicht nur im sozial benachteiligten Stadtteil Gröpelingen/ Oslebshausen stattfindet, sondern auch von diesem Milieu die Inspiration für die Veranstaltungsreihe schöpft.
Der Name ist Programm: Was auf der Straße entsteht, was urban ist, ist auch Kunst. Die Veranstaltungsreihe möchte die Bühne für die Künstler und Künstlerinnen aus dieser Subkultur eröffnen und zeigen, wie facettenreich urbane Kunst sein kann. Die Veranstaltungsreihe beginnt mit Workshops in verschiedenen Bereichen, wie B-Boy, Graffiti, DJ/Musik, Lyrik, Poetry usw. und endet mit einer Party, auf der die Workshopergebnisse präsentiert werden.
Die Veranstaltungen finden 1x im Quartal im Bürgerhaus Oslebshausen statt.
"Urban Art" wird organisiert von xbyz in Kooperation mit verschiedenen Schulen im Stadtteil.

Besser als jedes Fitnessstudio!
Die Party geht los!

"Ach Du grüne Neune!" - Tanztheater

Beim neuen ChanceTanz - Projekt 2017 in Kooperation mit dem tanzwerk bremen e.V. und der Schule auf den Heuen "Ach, du grüne Neune!" wird die Geschichte vom Planeten Saturn, dem seine Ringe gestohlen wurden, tänzerisch erzählt. Die 25 Kinder im Alter von 9 - 10 Jahren entwickeln gemeinsam mit professionellen Tänzerinnen die Geschichte und arbeiten ein ganzes Schuljahr regelmäßig für ihre Aufführung. Die Premiere findet am 14. Juni im Bürgerhaus Oslebshausen statt.
Choreografinnen: Antonia Stemmer & Johanna Schlösser
Das Projekt wird gefördert durch ChanceTanz - Kultur macht stark.Bündnisse für Bildung.
Projektlaufzeit: September 2016 - Juni 2017

Wir kommen in Frieden!? - Musicaltheater

Eine Nachricht, die kaum zu glauben ist, erreicht eine Gruppe junger Leute in Gröpelingen. Die Smartphones werden aus den Taschen rausgeholt: „Kann das sein? Laut den Nachrichten wurden Außerirdische irgendwo im Nahen Osten gesichtet.“
Dieses Szenario ist Ausgangspunkt der Musicaltheater- Produktion „Wir kommen in Frieden!?".
Die Produktion verfolgt und befasst sich mit dem Leben der Jugendlichen und dem Umgang mit dieser Nachricht. Es wird aus der Sicht der Jugendlichen berichtet, wie die Außerirdischen sich immer näher bewegen; zunächst Richtung Europa, danach Richtung der benachbarten Ländern und dann auch Richtung Deutschland. Werden sie auch Bremen und Gröpelingen erreichen? Welche Reaktionen werden durch diese Nachricht in den Jugendlichen ausgelöst? Welche Bündnisse werden geschlossen? Wer wird ausgeschlossen? Welche Vorurteile entstehen und wie wird über die Anderen berichtet? Und vor allem, wo verläuft die Grenze zwischen dem Eigenen und dem Fremden und woran wird sie festgemacht? Während die ganze Welt sich mit dieser Krise oder Entwicklung befasst, was passiert im Alltag der Jugendlichen im Bremer Stadtteil Gröpelingen?
Die Beantwortung dieser Fragen bildet die Geschichte des Musicaltheaters, das in drei Teilen – als eine Bühnenserie Trilogie von 30 jungen Akteur*innen aus Gröpelingen/Oslebshausen vorgeführt wird. Die Premiere für den ersten Teil findet am 18. Mai um 19 Uhr im Bürgerhaus statt.
Das Musicaltheater schöpft seine künstlerische Inspiration von der Hiphop-Kultur. Das Bühnenbild ist von realen Orten in Gröpelingen/Oslebshausen inspiriert, was durch Graffiti-Kunst betont wird.
Das Projekt wird durchgeführt mit der Oberschule im Park, Neue Oberschule Gröpelingen und der Schule an der Gröpelinger Heerstraße. Alle jungen Akteur*innen stammen aus diesen drei Kooperationsschulen. Das Projekt findet unter der künstlerischen Leitung und der Projektleitung von xbyz, Arton Veliu und Anne Kauhanen, statt.
Das Ziel ist es, den Jugendlichen Denkanstöße zu geben; in Bezug auf Vorurteile, die eigene Lokalität und Verortung, auf mediale Berichterstattung und die Grenzen zwischen dem Eigenen und dem Fremden. Die gruppendynamischen Prozesse, das Verfolgen gemeinsamer Ziele, Willkommenskultur und Ausgrenzung werden im Rahmen der inhaltlichen Arbeit ebenfalls thematisiert.
Projektlaufzeit: 1. April 2017 – 20. Mai 2017

Tanztheater "Rootless"

Die beteiligten Kinder und Jugendlichen haben oftmals einen Migrationshintergrund. Sie verfolgen daher interessiert die derzeitige Problematik mit jungen Asylsuchenden, die durch die vielen Krisenherde nach Bremen kommen. Gemeinsam mit den jungen Künstlern werden wir das Thema Asyl, insbesondere bezogen auf junge Menschen in unserer neuen Produktion bearbeiten. Dabei wollen wir zu Beginn persönliche Kontakte zu Asyl suchenden Jugendlichen aufbauen um sie in die Produktion zu integrieren. Dabei wollen wir bei den Fähigkeiten und nicht bei den Defiziten dieser Jugendlichen ansetzen. Tanz und Theater funktioniert auch ohne Sprache. Außerdem ist unser Stammensemble vielsprachig aufgestellt.
Die eigentliche Story wollen wir gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen in bewährter Weise bearbeiten. Wir wollen zeigen, was es für Jugendliche bedeutet, ohne Wurzeln in einem fremden Land zu leben.

Foto vom Training

Jugendtester bei Stiftung Warentest

WeTeens Gruppe macht den Jugendtester bei Stiftung Warentest
Glutenfreie Fertigprodukte vs. Selbstgemachtes ohne Gluten (DIY) heißt das Thema, mit dem sich die Jugendlichen aus dem Bürgerhaus Oslebshausen beim Jugendtest 2014 in der Sparte Produkttests bewerben.

Anlass für die Testteilnahme war die Feststellung auf der letzten Ferienfahrt, dass glutenfreie Sachen irgendwie komisch aussehen und nicht so toll schmecken. Einer der Teilnehmer hatte nämlich eine Glutenallergie.

Wochenlang haben die Teenager gebacken, getestet, probiert und beschrieben, wie man selbst ohne Gluten leckere Backwaren herstellen kann.
Bei dem Test ging es aber auch darum, einen genauen Vergleich zwischen gekauftem und selbst gemachtem Produkt herzustellen. Das war nicht immer leicht und ganz schön aufwändig.

Die Testteilnehmer haben die glutenfreien Fertigbackwaren genau unter die Lupe genommen. Die Kriterien waren jedes Mal dieselben: Wie schmeckt das Produkt, wie sieht es aus, wie riecht es, welche Inhaltstoffe sind enthalten, wie ist die Konsistenz, wie hoch ist der Aufwand und letztendlich wie hoch ist der Preis?

Um festzustellen wie das Produkt ausfällt, wenn es selbst gemacht wird, mussten die gleichen Rezeptzutaten wie im gekauften Produkt besorgt werden. Jede Woche galt, es 2-3 neue Rezepte zu testen, von der glutenfreien Pizza über Marmorkuchen bis hin zum Mehrkornbrot war für jeden Geschmack etwas dabei.

Alle Tests mussten schriftlich festgehalten und genau beschrieben werden.
Dabei gewannen im Vergleich nicht immer die frisch hergestellten Backwaren. Manches schmeckte den Jugendtestern fertig gekauft besser, andere Produkte fielen hingegen mangels Geschmack oder wegen zu trockener Konsistenz durch.
Einig sind sich die Jugendlichen, dass diese Testerei, trotz der vielen Arbeit, auch ganz schön Spaß gemacht hat. Außerdem haben sie jetzt schon ganz viel dazu gelernt. Neben der Kunst des Backens sammelten sie auch Erfahrungen in den Bereichen Planung, Rezeptsuche, Organisation, Durchführung und Mitschrift.
Nun gilt es nur noch, den Testteilnehmern für den diesjährigen Wettbewerb von Stiftung Warentest die Daumen zu drücken!

Foto von zwei Teilnehmern
Die WeeTeen-Tester
Foto von Pizzastücken
Pizzavergleich
Foto von glutenfreien Lebensmitteln
Glutenfreie Lebensmittel

Tanzprojekt "Die große Pause"

"Die große Pause" ist ein Projekt, das die Bremer Bürgerhäuser vereint:
35 Kinder und Jugendliche aus dem Bürgerhaus Oslebshausen, Bürgerhaus Weserterrassen, Bürgerhaus Hemelingen, Bürgerzentrum Neue Vahr und dem Nachbarschaftshaus Ohlenhof bieten Hip-Hop, Breakdance und Bewegungstheater. So arbeiten die 12-16 Jährigen gemeinsam an dem Tanztheaterstück "Die Große Pause".

Das Stück erzählt von einem zwölfjährigen Mädchen, das auf eine neue Schule kommt und von den Mitschülern als Junge eingestuft wird. Sie hat Probleme sich einzubringen. Football-Spieler und Cheerleader mobben sie. Dann stellt sich heraus, dass sie ein Mädchen ist - und alle, die sie vorher beschimpften, werden bloßgestellt.

"Die Große Pause" ist reines Tanztheater. Gesprochen wird kein Wort. Die Schüler kommunizieren über ihre Füße, Hände und über ihre Bewegungen.

Geleitet wird das Projekt von Arton Veliu, der vor den Auftritten selber immer noch aufgeregt ist. „Natürlich bin ich nervös. Wenn ein Künstler nicht aufgeregt ist, dann hat er seine Leidenschaft verloren.“ Unterstützt wird er von Ramadan Veliu und Scharajeg Ehsasian. Das Team arbeitet seit fünf Jahren zusammen.

Am Do. 6. Juni 2013 war dann endlich die Premiere im Schlachthof.
Die vier folgenden Aufführungen waren ebenfalls große Erfolge.

Unterstützt wurde das Projekt von der Bremer Jugendkunststiftung „Start“, vom Beirat Östliche Vorstadt, vom Kommunalprogramm „Wohnen in Nachbarschaft“ und von der „Waldemar-Koch-Stiftung“.

Tanztheater "Kids - A New World Order"

Begeisterte Stimmen wa­ren Anfang Mai beim Pier 2 zu hören.
"Ich sehe hier so manche High-End-Produktion im Pier, also wirklich Hochkarätiges, aber selten bin ich so begeistert wie bei „Kids New World Order“", „Der Hammer!“, „Supertoll, hoffentlich macht ihr weiter“. 
Fünf Monate lang hatten im Vorfeld 50 Kinder und Jugendliche aus Gröpelingen intensiv für das Tanztheaterstück „Kids New World Order“ trainiert und es im Bürgerhaus Oslebshausen bis zur Bühnenreife gebracht.
Dann kam ihr großer Tag: Am Do. 13. Juni um 8 Uhr ging es zur Probe auf die große Bühne im Pier 2, um 10 Uhr wurde es mit dem ers­ten Auftritt vor rund 500 Bremer Schülern „ernst“.
Nach gemeinsamer Kritik-Runde und weiteren Proben folgte um 12 Uhr die zweite Schüler-Vorstellung. Und nach der Mittagspause wurde weiter für die große Premiere um 19 Uhr geprobt. Endlich, gegen 20:15 Uhr, die Erlösung: Zehn Minuten „Standing Ovations“, große Begeiste­rung beim Publikum und Tränen der Freude bei den jungen Darstellern.
„Jedes der beteiligten Kinder hat an die­sem Tag für das Leben gelernt, Grenzerfahrungen gesammelt und ganz viel Selbstver­trauen gewonnen. Arton Veliu hat hier wie­der eine Produktion auf die Beine gestellt, die keine Vergleiche mit professionellen Tanztheatern scheuen muss“, freute sich Geschäftsführer Ralf Jonas vom Bürger­haus Oslebshausen, das Veranstalter des Projekts war.
Die Geschichte über eine Welt ohne Er­wachsene, in der die Kinder die Welt neu erfinden müssen, wurde ausdrucksstark in Szene gesetzt.
Beeindruckend die tänzeri­sche und schauspielerische Leistung der Kinder - zumal viele als Anfänger in das Projekt gegangen waren. Jetzt wird mit Hochdruck an der Dokumentation gearbei­tet. Das gesamte Projekt wurde mit Dreh­arbeiten begleitet. Ralf Jonas: „Wir sind alle etwas erschöpft, aber auch hochzufrie­den. Jetzt planen wir das nächste Projekt.“

Text: Anne Gerling

Blaues Bild mit Spielszene
Zwei Mädchen freuen sich
Gruppenbild der Darsteller

"Komm, wir fliegen zum Mond!" - Theater

Das Kooperationsprojekt unter der Leitung von Luisa Rolfes von Kultur vor Ort e.V. und Merle Sandfort (Bürgerhaus Oslebshausen)
feierte am Fr. 18. Januar 2013 mit großem Erfolg die Premiere der Produktion „Komm, wir fliegen zum Mond!”.
Die eine Hälfte der Klasse flog mit einer Rakete, die von der anderen Hälfte der Klasse im Atelier gebaut wurde, zum Mond und erlebte dort einige Abenteuer und eine Begegnung mit der Frau im Mond.
In nur 3 Tagen wurde das Bühnenbild im Atelier Roter Hahn gebaut und im Bürgerhaus Oslebshausen die Präsentation entwickelt.
Die jungen Zuschauer konnten nur über Radschläge, Handstände, Kopfstände und Pyramiden ihrer Klassenkammeraden staunen.
Am Ende der Präsentation kamen die Kinder der Bühnenbildgruppe auch noch mal auf die Bühne und in jedem einzelnen Gesicht der Kinder war ein strahlendes Lachen nicht zu übersehen.

Gruppenbild der Akteure
Akrobatikformation: Pyramide
Kinder formieren sich zur

Das 1. Oslebshauser Kurzfilmfestival

Das Oslebshauser Kurzfilmfestival fand am 14. Dezember 2012 zum ersten Mal statt.
Unter der Leitung von Arton Veljiu entstanden zusammen mit Jugendlichen in der Zeit von Mai bis Dezember acht Kurzfilme. Die Jugendlichen lernten erste Kameratechniken und Regiearbeit kennen. Sie schrieben die Drehbücher zu ihren Filmen selbst. Jeder Film hatte seinen eigenen Themenschwerpunkt.
Es ging um die Mediensucht der Jugendlichen, um Lebensentscheidungen, ein Film beschäftigte sich mit Tanzen als Lebenserfüllung. Ein Musikvideo und einen Film über die Stimme(n) in sich selbst und zwei Filme, die sich mit dem Thema Träume beschäftigten, rundeten das Programm ab.
Besonderen Eindruck hinterließ der Film von Shaggy(!). Sie spielte in diesem Film eine Frau mit gespaltener Persönlichkeit. Sie hatte als „Opfer“ Angst vor sich selbst und war gleichzeitig „Täterin“ ihres Selbst. Der Film wurde auf dem ehemaligen stillgelegten Gefängnisgelände der JVA Oslebshausen gedreht und erweckte ein ganz unangenehmes Gefühl. An den Reaktionen der Zuschauer merkte man, wie beeindruckt sie von diesem Film waren.
Auch das Musikvideo von Marlon Stetter, der auf das Verhalten der heutigen Jugend mit den Worten „Guckt Euch die Jugend an!“ aufmerksam machen wollte, wurde vom Publikum besonders gewürdigt.
Alle Filme waren technisch perfekt und die jeweilige Aussage wurde beeindruckend in Szene gesetzt.
Unabhängig von den Kurzfilmen wurde im Anschluss erneut der Film „Ohnmacht“ gezeigt. Dieser erste Spielfilm des Bürgerhauses, ebenfalls unter der Leitung von Arton Veljiu, hatte im Frühjahr Premiere. Alle Filme stießen auf positive Resonanz und die Zuschauer waren begeistert.
Die Filmprojekte wurden von der Karin und Uwe Hollweg Stiftung, der Waldemar-Koch-Stiftung, der Stiftung Dr. Heines, dem Beirat Gröpelingen und dem Senator für Kultur gefördert. Die Kurzfilme werden demnächst auch auf der Homepage des Bürgerhauses zu sehen sein und sollen auch auf einer öffentlichen Beiratssitzung vorgestellt werden.
Projektlaufzeit: Mai - Dezember 2012

Das Festival-Plakat
Schauspieler auf Leinwand
Gruppenbild der Teilnehmer

Filmprojekt "Lost 'n Found"

Die Jugendtheatergruppe "Interstage" zeigte am So. 30. September 2012 die Premiere ihrer letzten Filmproduktion "Lost 'n Found".

Der Film handelt vom Verlust und sich wiederfinden, über Sucht und die Leere im Leben, über die Verantwortung für sich selbst, über schicksalhafte Zufälle und über Hugo.
Der Wunsch der Gruppe, sich mit einem ernsthaften Stoff zu befassen, mündete beim Thema „Sucht“.  Die Theatergruppe entwickelte die Geschickte und die Dialoge komplett selbst.

Es gelang ihr glaubwürdig Ursachen von Sucht dazustellen (keine Bezug mehr zu sich selbst zu haben) und auch den Ausweg daraus zu finden (für sich selbst Verantwortung zu übernehmen).

Die Premieren-Besucher waren von der schauspielerischen Qualität und der interessanten Geschichte beeindruckt.

Bild vom Plakat
Bild von der Premiere
Bild vom Premierenpublikum

Filmpremiere "Ohnmacht"

Am Sa. 21. April 2012 war es endlich so weit. Der vom Bürgerhaus Oslebshausen produzierte Film „Ohnmacht“ wurde im Rahmen einer Vorpremiere den beteiligten Schauspielerinnen und Schauspielern und den vielen Unterstützern des Projektes vorgestellt.
Nach der endgültigen Bearbeitung soll der Film im Juli in der Schauburg oder dem Kino 46 zur Premiere gebracht werden.
Bis zur Vorpremiere war es ein langer Weg. Der Regisseur Arton Veliu stellte hohe Anforderungen und brachte so manches Mal die 50 Laienschauspieler an ihre Grenzen.
Der Film setzt sich mit Zukunftsängsten von Jugendlichen auseinander und versucht Perspektiven aufzuzeigen.
Gedreht wurde der Film in Gröpelingen und zwar in der Neuen Oberschule Gröpelingen, in der Stadtbibliothek West, Im Café Brand, im Bürgerhaus Oslebshausen und in einigen Privatwohnungen.
Gefördert wurde das Projekt von der START-Stiftung und dem Beirat West. Dafür vielen Dank!

Bild vom Hauptdarsteller des Films
Bild von einigen der Hauptpersonen
Die Darsteller (Gruppenbild)

Hip-Hop Projekt "West Jam Night"

Jugendliche aus dem Bürgerhaus organisierten am Sa. 4.2.2012
mit Unterstützung des Bürgerschaftsabgeordneten Elombo Bolayela die erste "West Jam Night". Mit dabei waren Abstrakt & Peacemaker Fam, Mic Knightz Bremen (BiG D, Twister, ReyMi), Damn One, Junior, Dj King Raph und Dj Ley.

80 jugendliche Zuschauer waren begeistert und forderten immer wieder Zugaben. Nach diesem Erfolg wollen die Jugendlichen im Mai die 2. West Jam Night organisieren.

Bild einer Tanzgruppe
Bild von amüsierten Zuschauern
Bild von Rappern in Aktion

Die zweite große Pause - Tanztheater

Nach dem Erfolg der Produktion „Große Pause“ mit Kindern und Jugendlichen aus ganz Bremen haben wir im Jahr 2014 ein weiteres Kooperationsprojekt mit beteiligten 8 Bürgerhäusern (Bürgerhaus Hemelingen, BZ Vahr, Bürgerhaus Weserterrassen, GZ Obervieland, BUS Huchting, Gustav Heinemann Bürgerhaus, Nachbarschaftshaus Helene Kaisen) durchgeführt.
Der Pausenhof als zentraler Ort für Kinder und Jugendliche stand im Mittelpunkt der Produktion. Mit den Elementen Tanz, Schauspiel und Gesang entstand ein Musical, das sich inhaltlich mit dem Umgang der Kinder und Jugendlichen mit den sozialen Medien wie Facebook, Twitter usw. auseinandersetzte.
Unter der Leitung von Arton Veliu wurde ein Team von namenhaften Choreografen, Tanzlehrern und Musikern zusammengestellt, die mit den Kindern und Jugendlichen ein intensives Jahr verbrachten.
Am Ende kamen zahllose Übungsstunden in der Woche, an Wochenenden und in den Ferien und 16 Auftritte in der ganzen Stadt zusammen. Die beteiligten Kinder und Jugendlichen haben zusammen mit ihren Eltern die ganze Stadt kennengelernt. Die Produktion selber sorgte überall für Begeisterung.

Foto von Akteuren
Solopart
Foto von Akteuren
Tanzeinlage
Foto von Akteuren
Choreografie

Betongarten – Hole Dir die Jahreszeiten in die Stadt

„Betongarten - Hole dir die Jahreszeiten in deine Stadt“ - so heißt das neue Tanzprojekt, das wir zusammen mit tanzwerk bremen und der Grundschule Auf den Heuen durchgeführt haben.
44 Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren aus Oslebshausen werden sich über ein Jahr lang mit dem Thema beschäftigen, wie die vier Jahreszeiten von Kindern in einer Stadt mit viel Beton wahrgenommen werden. Kennen die Kinder die unterschiedlichen Wetterverhältnisse, Lichtstimmungen, Vegetationen, wenn sie einen Großteil des Tages im Hause verbringen? Oder mit dem Auto zur Schule gefahren werden? Ihre Nachmittage im nahegelegenen Einkaufszentrum verbringen? Auch der Schulhof sieht immer gleich aus: Steine, Asphalt, Klettergerüst, ein Baum.

Die Kinder erleben eine Gleichheit der Jahreszeiten. Es gibt kaum einen Unterschied. Der Schulhof sieht meist gleich aus. Sie wohnen in einer Betoneinöde, die Stadt verändert sich kaum. Das Umfeld ist geprägt von Tristesse.

Die Jahreszeiten werden kaum wahrgenommen. Man muss schon genau hingucken, wenn man die Zeichen der Natur lesen lernen möchte: Da zwischen den Pflastersteinen wächst ein Blümchen, das den Frühling einläutet. Man kann die Wärme des Sommerregens auf den Armen und im Gesicht spüren, wenn man sich nicht mit einem Regenschirm schützen würde. Die Stürme des Windes sind ein körperliches Erlebnis, wenn man es nur zulässt. Die vier Jahreszeiten bieten eine Fülle an Stimmungen und Erfahrungen für uns Menschen.

Im Juni 2015 war Premiere im Bürgerhaus.

Foto von Akteuren
Bitte anklicken

Elementarkunstprojekt "Ich, ich, ich"

Ein Kulturmenü mit drei Gängen zeigte das „Kinder- und Familienzentrum Am Nonnenberg“ am Freitag 24. Mai 2013. In dieser abwechslungsreichen Abschlusspräsentation stellten die Kinder die Ergebnisse des Pilotprojekts im Bürgerhaus Oslebshausen vor.
Unter Anleitung von Profis arbeiteten sie mit den Künstlern ein Jahr lang zusammen, um ihnen spielerisch die Bereiche Tanz, Theater, Musik und Malerei näher zu bringen. Auf Dosen, Flaschen und ähnlichem „Schlagzeug“ trommelnd marschierten die Kinder in den Festsaal und eröffneten mit den Rufen „Ich bin da!“ das erste Menü. „Wir haben uns Musik und Welt mit den Ohren genähert und Klangforschung betrieben“, erklärte der Musiker Felix Dohmen.
Als Hauptgericht gab es Thester. Dazu war ein Laufsteg aufgebaut worden, auf dem jedes Kind einzeln bis zur Mitte lief und sich mit Namen und einer Eigenschaft vorstellte. Etwa: „Ich bin Marc. Ich bin mutig.“ Das war ein großer Spaß mit Überraschungseffekt für die Zuschauer, Eltern und ErzieherInnen.
Die süße Nachspeise wurde in Form von Tanz serviert. Alle Kinder hatten etwas gemeinsam, sie waren im Besitz eines knallroten Eimers. Diesen benutzen sie in kleinen Tanzszenen abwechseln als Schild, Hut, oder Hocker. Sie bewegten sich laufend, hüpfend oder schreiend, aber immer mit einem Lächeln auf den Lippen.
Als sehr positiv bewertete die Leiterin der Kita, Ute Lankenau, dass die Kinder in ihrer Entwicklung und in ihrem Gemeinschaftsgefühl gefördert wurden. „Es war immer schön zu sehen, wie die Kinder sich auf die Treffen mit den Künstlern gefreut haben und richtig Durchhaltevermögen zeigten.“
Großes Lob fand sie auch für die Zusammenarbeit mit dem Bürgerhaus und dessen Leiter Ralf Jonas, mit dem sie gern weitere gemeinsame Projekte für den Stadtteil entwickeln will.

Feuerspuren – Das Erzählfestival

Unser Erzählfestival Feuerspuren ist inzwischen das größte in Europa und zieht tausende von Besuchern aus ganz Deutschland an.

Viele bunte Stände, Lampions an den Bäumen, Märchengestalten in prächtigen Kostümen und Feuerartisten verwandelten die Lindenhofstraße in Gröpelingen wieder in eine farbenfrohe Literatur- und Feuermeile. Auf der Straße sowie in Geschäften, Institutionen und Privathäusern verbreiteten über 90 Erzähler „Geschichten vom Hörensagen“.
Dort ging es unter anderem um Gerüchte, Legenden und große Heldentaten. Mit einem leeren Bilderrahmen, in dem ein kleiner Vorhang befestigt war, mischte sich ein als Figur verkleideter Kochlöffel vom „Gröpelinger Marottentheater“ unters Volk.
Ein besonderer Hingucker waren auch schwarze Fahrräder unter einem roten Schirm, an denen ein Schaukasten befestigt war. „Das sind Erzählfahrräder (Kamishibai) aus Japan“, sagte Dominika Pioskowik vom Verein „Kultur vor Ort“. Gemeinsam mit der Schauspielerin Tinka Klindtwort erzählte sie dem Publikum eine 20-minütige Geschichte auf deutsch und polnisch, während wechselnde Zeichnungen in dem Schaukasten die Geschichte bebilderten.
Eine Bremerin, knapp 50 Jahre alt, bezeichnet sich derweil als großer Fan des Erzählfestivals. „Ich komme jedes Jahr“, sagte sie. „Wir haben uns vorhin in der Moschee die Geschichte von der starken Schildkröte angehört. Michael Nagel hat das sehr anschaulich erzählt, das war toll“, erzählte sie und zog mit ihren Kindern zur nächsten Erzählstation weiter.
Die Kindergruppe „Kleine Strolche“ aus dem Bürgerhause hatte wochenlang eine Riesenlaterne „Stadt auf dem Vulkan“ gebaut, um diese bei Feuerspuren zu präsentieren und im Umzug mitzutragen.
An vier verschiedenen Bühnen bewunderten die Besucher derweil die fulminanten Feuershows der Artistengruppe „Spice-Feuershow“. Mit einer spektakulären Feuerjonglage und Tanzchoreographien beeindruckten die Künstler ihre Zuschauer.
Krönender Abschluss des Tages war ein großer Lichterumzug mit Sambagruppen, lauter Musik und Feuershows. Astrid Schalla vom Bürgerhaus Oslebshausen gehörte zu den Tänzerinnen, die sich als Feuervögel und Feuerteufel verkleidet hatten. Sie rief: „Wir sammeln die Leute ein und ziehen gemeinsam zur Weser, wo es dann ein großes Feuerwerk gibt.“
„Kultur vor Ort“ und das Bürgerhaus Oslebshausen veranstalten 2013 gemeinsam seit 17 Jahren das Erzähl- und Feuerfestival.

Bild von Feuerspuren-Erzählerin
Geschichten unter dem Schirm
Bild von Papp-Hochhäusern
„Stadt auf dem Vulkan“
Bild von zwei Feuerkünstlern
Spice Feuershow

Art Basic Center

Kunst und Kultur macht Menschen stark – und starke Menschen brauchen wir in Gröpelingen.

Das ART BASIC CENTER ist ein Kooperationsverbund bestehender Einrichtungen und Orte, um vielen Gröpelingern ästhetische und kulturelle Bildung zu ermöglichen. Und so legte der Bildungsverbund von Stadtbibliothek West, Bürgerhaus Oslebshausen e.V., Bremer Volkshochschule West und Kultur Vor Ort e.V. im Jahr 2011 erstmalig ein gemeinsames Bildungsprogramm für Schulen, Kitas und den Menschen im Stadtteil vor.
Das ABC - Gröpelingen
 - fördert Bildungsbeteiligung und Bildungsmotivation,
 - ermöglicht Teilhabe und Mitwirkung im Stadtteil,
 - stärkt Kinder und Jugendliche,
 - entwickelt und qualifiziert die Zusammenarbeit zwischen Kita, Schule und Einrichtungen der kulturellen Bildung im Stadtteil.
Die Angebote richten sich an Kinder und junge Leute von 3 bis 23 Jahren und an Erwachsene, teilweise als offene oder freie Angebote, teilweise als Kooperationsprojekte mit Kita und Schule.
Für MitarbeiterInnen der Einrichtungen im Stadtteil bietet ABC Gröpelingen Fortbildungen im Bereich der interkulturellen Kompetenz und der Elternbildung an.
Neuen KollegInnen in Gröpelinger Einrichtungen bieten wir in Zusammenarbeit mit dem Gröpelinger Beirat einen „BildungsRundgang“ kreuz und quer durch Gröpelingen an. Dieser Rundgang eignet sich ebenfalls für ElternvertreterInnen oder Interessierte aus Schule und Kita.
Die gemeinsamen Qualifikationen dienen der vertiefenden Zusammenarbeit von Kooperationspartnern und ihren Teams. Dieses Projekt wird gefördert von der PwC-Stiftung.

Mädchenaktionstag

Der Mädchenaktionstag wird einmal im Jahr vom „Arbeitskreis Mädchen im Bremer Westen“ organisiert und durchgeführt.

Hier kooperieren sämtliche Institutionen, die sich im Alltag mit Mädchen beschäftigen.
Beim Aktionstag 2012 in der Jugendkirche lag der Schwerpunkt beim Thema Bewegung. So konnten die Mädchen aus den verschiedensten Einrichtungen sich im Wendo, Boxen und Tanztraining ausprobieren. Ein Brett mit der bloßen Hand durchzuschlagen, das fanden dieTeilnehmerinnen sehr beeindruckend. Und dass Boxen so anstrengend sein kann, wussten auch nur wenige. Nach einer Pause mit gesunden Snacks durfte noch ein zweiter Workshop ausprobiert werden.
Am Ende waren sich die Mädchen sicher, dass sie beim nächsten Mal wieder dabei sind!

Kids in Aktion

Beim Streichelzoo in der Stuhmer Straße war 2012 richtig was los.

Stockbrotbacken, Edelsteine schürfen, Kunstwerke schaffen, Balancierspiele ausprobieren, Torwandschießen, Obstspieße stecken und noch viel mehr Aktionen zogen mehr als 150 Kinder und deren Familien an. Das Bürgerhaus beteiligte sich mit Bogenschießen und der beliebten Kinderbaustelle.
Der Kinderaktionstag findet jährlich in Gröpelingen oder Oslebshausen statt und wird vom „Arbeitskreis Kinder und Jugendliche im Bremer Westen“ organisiert.

Integrationskurs

Seit 2010 bietet der „Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband“ in Kooperation mit dem Bürgerhaus Oslebshausen Deutschkurse für ausländische Mütter an.
Während die Mütter lernen, werden die Kinder in einem anderen Raum betreut. Einige der Migrantenfamilien nutzen inzwischen auch Angebote im Kinder- und Jugendbereich und besuchen unsere Feste und Veranstaltungen.

Oslebshauser Dorffest

Mehrere hundert fröhliche Menschen feierten 2012 bis in die späten Abendstunden das erste Dorffest Oslebshausen.
Trotz einiger Regenschauer am Nachmittag war das Fest sehr gut besucht und es herrschte ausgelassene Stimmung. Viele Mitmachangebote für Kinder, ein schwungvolles Bühnenprogramm und ein freundliches Miteinander machen das Dorffest zu einem Erlebnis für Jung und Alt.

Veranstaltet wird das Fest vom Gröpelinger Marketing, von Oslebshauser Geschäftsleuten und vom Bürgerhaus Oslebshausen. Inzwischen zählt das Dorffest zu einer beliebten Veranstaltung im Stadtteil, die von Bewohnern und Gästen gern besucht wird.

Stadtteilgeflüster

Stadtteilgeflüster ist ein generationsübergreifendes Filmprojekt.

Unter dem Motto ›Geschichten bewegen‹ steht der Stadtteil Oslebshausen/Gröpelingen mit seinen unterschiedlichen Menschen und deren Geschichten im Mittelpunkt unseres  Projektes.
Schülerinnen und Schüler aus Bremer Westen wurden unter der Anleitung von xbyz, Bernd Hinz und Omar Diallo Dokumentar- und Kurzfilme produziert. So wurden gemeinsam mit Senioren die unterschiedlichen Sichtweisen auf den Stadtteil und seiner Geschichte in den Filmen dokumentiert und in Szene gesetzt.

Das Ziel dieses Projektes war es, ein positives Bewusstsein für das Leben im Stadtteil zu schaffen. Wir wollten die Lebenswelten der Menschen sichtbar machen und Anknüpfungspunkte für positive Veränderungen im Stadtteil finden. Der intensive Austausch zwischen Jugendlichen zumeist mit migrantischem Hintergrund und Senioren, die im Stadtteil geboren sind und meistens aus dem Arbeitermilieu stammen, beinhaltete die Chance, gegenseitige Vorurteile abzubauen und das Leben der Beteiligten mit neuen Erfahrungen zu bereichern. Die Jugendlichen wurden grundlegende Kompetenzen in den Bereichen Kamera, Schnitt, Ton erworben und gelernt, wie sie die erfahrenen Geschichten und Lebensereignisse filmisch umsetzen können. Ein weiteres Ziel war es, die Jugendlichen und Senioren zu Botschaftern für ihren Stadtteil auszubilden.

Nach Fertigstellung der Filme werden diese von den Akteuren nicht nur im Stadtteil sondern auch in der ganzen Stadt auf unterschiedlichen Foren vorgestellt.
Das Projekt hatte im September 2015 in Kooperation mit dem Bürgerhaus Oslebshausen begonnen und feierte seine Premiere im März 2016 bei uns.

Anklicken!

Tanztheater "Peter und der Wolf"

Das neue Chance Tanz Projekt, das zum zweiten Mal in Kooperation von tanzwerk bremen, der Grundschule Auf den Heuen und dem Bürgerhaus Oslebshausen durchgeführt wurde, näherte sich einem altbekannten Stück auf neue, kreative Weise. 38 Jungen und Mädchen im Alter von 8 bis 10 Jahren aus dem Stadtbezirk Oslebshausen erfuhren am eigenen Leib, auf welchen Pfaden sich der Zeitgenössische Tanz bewegt. Zusammen wurde Musik intensiv gehört und in Bewegung umgesetzt, experimentiert, Schrittfolgen erlernt, unterschiedliche Tanzstile kennen gelernt und mit den Ideen der Kinder eine Geschichte gesponnen. Die Premiere feierten begeisterte Gäste am 31. Mai 2016.
Das Projekt wurde gefördert von "ChanceTanz", einem Projekt des Bundesverband Tanz in Schulen e.V. im Rahmen des Programms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung des BMBF.

Internationales Tanzprojekt "One Nation Dance"

Grenzüberschreitungen auf der Bühne

VON LISA URLBAUER

Mehr als 50 Jugendliche stehen auf der Bühne im Bürgerhaus Oslebshausen. Die Musik ist laut, sie feuern sich gegenseitig an – und sie tanzen gemeinsam. Die zwölf- bis 24-Jährigen, sie kommen aus Finnland, Palästina und Bremen und sind Teil des internationalen Tanz- und Austauschprojektes „One Nation Dance“. In der vergangenen Woche haben sie ihre Ergebnisse in drei Auftritten vorgestellt.
Unter dem Motto „Crossing Over“, Grenzüberschreitung, haben Anne Kauhanen und Arton Veliu von „xbyz“ junge Tänzerinnen und Tänzer aus drei Ländern zusammen auf die Bühne gebracht. „Jede Gruppe zeigt eine eigene Interpretation des Themas“, sagt Anne Kauhanen. „Und am Ende gibt es eine gemeinsame Szene der Jugendlichen.“ Angelehnt ist das Projekt an den „One Nation Cup“, der seit 2006 vom Sportgarten Bremen organisiert wird und junge Fußballerinnen und Fußballer aus aller Welt zu einem Turnier zusammenbringt.
Anne Kauhanen sagt nur ein paar kurze Worte zum Projekt, dann gibt sie die Bühne für die jungen Künstlerinnen und Künstler frei. Eröffnet wird das Stück durch Cristina aus Palästina, Santeri aus Finnland und Oguzhan aus Bremen. Sie tanzen jeder für sich, sie begrüßen sich, sie tanzen gemeinsam. „Die Szene zwischen den Aufritten der einzelnen Gruppe haben die Jugendlichen während des Austauschs gestaltet“, sagt Kauhanen.
Zehn Tage lang haben die Tänzerinnen und Tänzer gemeinsam verbracht und eine gemeinsame Choreografie erarbeitet. Unterschiedliche Sprachkenntnisse seien kein Problem gewesen, erzählt Oguzhan, Tanzen sei schließlich eine Weltsprache. „Dieses Projekt ist der Beweis, das Kunst kulturübergreifend ist“, so der 19-Jährige. „Wir sind sofort zu einer Gruppe zusammengewachsen.“
Oguzhan hat zusammen mit Arton Veliu von „xbyz“ die Choreografie der Bremer Gruppe erarbeitet – und die aktuelle Flüchtlingsthematik tänzerisch umgesetzt. „Es geht darum, sein eigenes Land zu verlassen, zu fliehen und um die Dinge, die unterwegs passieren können,“ erzählt Oguzhan. „Wenn man dann angekommen ist, muss man sich selbst erstmal finden und hat mit vielen Vorurteilen zu kämpfen.“ Das Tanzen gebe einem die Möglichkeit, einen Platz in der Gesellschaft zu finden, so Oguzhan. „Seit Januar arbeiten wir an der Choreografie“, sagt Arton Veliu. „Einige Tage lang haben wir uns auch intensiv mit der Bedeutung von ,Crossing Over‘ beschäftigt.“ Trainiert wird in den Bürgerhäusern Oslebshausen, Weserterrassen und Obervieland – gemeinsam mit dem Tagungshaus Bredbeck in Osterholz-Scharmbeck und dem Sportgarten die deutschen Partner des Projektes.
Angereist aus Bethlehem ist die Gruppe der palästinischen Tänzerinnen und Tänzer: das „Diyar Dance Theatre.“ Sie beginnen ihren Auftritt mit heiterer Musik und Folklore-Tänzen. Wenig später wird die Musik melancholischer, Trauer und Verzweiflung spielen sich im Tanz wieder. „Wir wollen dem Publikum eine Geschichte zeigen, die wir so erleben“, sagt Cristina. „Wir wollen die Schwierigkeiten zeigen, die man als Palästinenser in unserer Stadt erlebt – denn wir können nicht so leben, wie die anderen.“ Mit einer Mischung aus Folklore und Modern Dance möchten sie einen Teil ihrer Kultur näher bringen, so die 23-Jährige. Die aus Südfinnland stammenden Jugendliche überschritten mit ihrer Perfomance persönliche Grenzen und Ängste, erzählt der 16-Jährige Santari. „Es ist super mit so vielen Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenzuarbeiten“, lautet sein Fazit.
Quelle: Weserkurier, 13. 06 2016